Der Runde Tisch

Der Runde Tisch „Sicherheit im Freiburger Nachtleben”

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.”   
(Molière)

Im Zeitraum März 2016 bis Mai 2017 gab es mehrere  Sitzungen des Runden Tisches "Sicherheit im Freiburger Nachtleben". Die  Vernetzung auf Arbeitsebene zeigt positive Auswirkungen, z. B. die Wiederaufnahme der Hausverbotsregelung und die Aufnahme der Themen Zivilcourage, Gewaltprävention, KO-Tropfen, sexualisierte Gewalt und Diskriminierung  in den Stundenplan der Schulklassen 6-8 seitens der polizeilichen Prävention.


Im Jahr 2017 wurden beide Arbeitsgruppen zusammengefasst. Die "AG Sicheres Nachtleben" wird durch die kommunale Kriminalprävention in enger Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten koordiniert und tagt regelmäßig mindestens 4 Mal jährlich zum Austausch und zur Entwicklung bzw. Durchführung von bereits evaluierten Präventionsaktivitäten für das Freiburger Nachtleben.

Warum ein Runder Tisch "Sicherheit im Freiburger Nachtleben"?

Am 11. Januar 2016 trifft ein Freiburger Nachtclub die Entscheidung, Männern, die ausschließlich über eine Aufenthaltsgestattung verfügen, keinen Einlass mehr zu gewähren. Aufgrund massiver sexueller Belästigungen von weiblichen Gästen und Gewalt gegen Türstehende  sah sich dieser Club zu diesem Weg gezwungen. Nach einem Aufschrei der Empörung und Diskriminierungsvorwürfen wurde die Entscheidung zurück genommen. Diese heikle Situation und der allgemein unsichere Umgang der Clubs mit solchen Situationen führte zu einer breiten Diskussion in der Stadt. Es gab eine Zusammenkunft aller Clubbetreibenden und weiteren Institutionen im Rathaus.

Dem 1. Runden Tisch folgten im Jahr 2016 noch drei weitere, in welchen Präventionsmaßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Freiburger Nachtleben unter Federführung des Sozialbürgermeisters zusammen mit VertreterInnen der Stadt, der Clubs, der Polizei, des Migrantenbeirats, der DEHOGA und sozialen Fachberatungsstellen abgestimmt wurden. Zusätzlich zur Wiederbelebung der Hausverbotsregelung arbeiten zwei Arbeitsgruppen konzentriert an der Umsetzung mehrerer beschlossener Maßnahmen. Die Geschäftsführung der Kommunalen Kriminalprävention koordiniert die laufenden Prozesse.     


AG „Sicheres Nachtleben”:

In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Vertreter vom Netzwerk für Gleichbehandlung (pro familia), Frauenhorizonte, dem Jazzhaus, der Stadt Freiburg und der Polizei zusammen. Zunächst wurde ein Schulungskonzept  für Türstehende und Theken-/ Servicepersonal ausgearbeitet.

Nähere Informationen finden Sie in unserem Flyer "Workshop für Türstehende und Thekenpersonal: Sicher und gewaltfrei FEIERN".

Im Rahmen des Pilotprojekts „Sicher und gewaltfrei feiern” finden seit März 2017 die ersten Workshops statt. Diese werden evaluiert um nach der Erprobungsphase Empfehlungen für alle Clubs für den Tür- und Innenbereich  zusammenstellen und ausgeben zu können.

 


AG „Zivilcourage”:

Hier arbeiten die Kommunale Kriminalprävention und Sicheres Freiburg e. V.  eng mit dem Referat Prävention des Polizeipräsidiums Freiburg zur Durchführung einer Zivilcouragekampagne zusammen.

Eines der Ergebnisse ist diese Homepage des Verein Sicheres Freiburg e.V., die Ihnen eine bunte Palette an Informationen und Verhaltenstipps sowohl fürs Nachtleben als auch für Alltagssituationen bietet.

Nutzen Sie auch die bisher entwickelten Materialien und machen Sie mit beim Quiz fürs Freiburger Nachtleben: „Hätten Sie’s gewusst?”

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